Hüftgelenksschmerzen haben verschiedenste Ursachen. Aus eigener Erfahrung können sich diese Beschwerden aber verzerrt äussern. Es kann sein, dass zum Beispiel eine Deformation oder eine Einschränkung auf der einen Körperseite diagnostiziert wird, die Beschwerden aber auf der gegenüberliegenden Körperseite auftreten. Auch beeinflussen neben der muskulären Stabilität individuelle Stressfaktoren das persönliche Schmerzempfinden. Ich selber machte dazu die erstaunlichsten Erfahrungen.
Das Hüftgelenk ist neben dem Kiefergelenk das grösste Gelenk in deinem Körper. Als Verbindung vom Rumpf zu den unteren Extremitäten bewältigt dieses Doppel-Gelenk immense Scherkräfte in alle Richtungen. Es umfasst einen wesentlichen Teil deines Fortbewegungsapparates in der physischen Welt. Muskeln, Bänder & Sehnen machen es möglich, dass du in Bewegung kommen kannst. Ein Zusammenspiel von vielen Faktoren!
Meine Vorgeschichte
Als Kleinkind hatte ich ein gesundheitliches Problem, welches bei mir zu einer verzögerten motorischen Entwicklung führte. Erst mit 2 Jahren fing ich an auf zwei Beinen zu gehen. Eine Fortbewegung im «Vierfüssler-Stand» fand bei mir nicht statt. Dies hatte Einfluss auf die Heranbildung der Hüftgelenke und die sensomotorische Entfaltung.
38 Jahre lang hatte ich keine Beschwerden damit, stieg mühelos Treppen, fuhr Velo oder Ski, ging reiten, schwimmen und wandern.
Wie es bei mir begann
Vor gut 10 Jahren verspürte ich, insbesondere nach längeren Belastungen zum Beispiel nach 2-3-stündigen Wanderungen, Schmerzen in den vorderen Oberschenkeln und im unteren Rücken. Mit der Zeit verstärkten sich die Schmerzen im rechten Bein sowie in der rechten Hüfte und verschwanden auch beim Ruhen nicht. Nachdem ich Mühe beim Ein- und Durchschlafen bekam, wollte ich Genaueres wissen und begab mich in ärztliche Abklärung.
Die Diagnose
Ein Orthopäde diagnostizierte letztlich mittels MRI eine Arthrose im linken Hüftgelenk und diverse Abnutzungen im untersten Lendenwirbelbereich. Mir wurde Physiotherapie verordnet. Dazu bekam ich Schmerzmittel, die ich regelmässig einnehmen sollte.
Als Pflegefachfrau war mir dieses Procedere vertraut. Ich wusste aber auch, dass Schmerzmitteleinnahme über längere Zeit zu Folgeproblemen in Leber, Nieren und Magen führen wird. Ein künstliches Hüftgelenk war für mich keine Option. Der Orthopäde meine ebenfalls, dass ich dafür noch zu jung sei und mittelfristig ein zweites künstliches Gelenk eingesetzt werden müsse. Schnell war für mich klar, dass ich nach anderen Lösungen suchen wollte.
Alternative Bewältigungsstrategien
Von meiner Mutter wurde mir die Vorliebe zur alternativen Medizin sowie ein ganzheitliches Menschenbild vermittelt. Ich war offen Neues auszuprobieren nach dem Motto «nützt es nicht so schadet es nicht».
Durch eine Bekannte kam ich zufällig auf die Behandlungsmethode Kinesiologie. Ich suchte eine solche Therapeutin und begann, parallel zu den Physiotherapien, dort in Behandlung zu gehen. Ich fand es spannend, dass mein Körper mittels Muskeltest befragt wurde und in der ersten Sitzung bekam ich zwei Schmerzpunkte, die ich bei besonders intensiven Schmerzmomenten drücken konnte. Den Blasenmeridian 56 Punkt und die Neurovaskulären Punkte des Nieren-Meridians. Interessanterweise halfen sie, die Schmerz zu lindern und ein Entspannungs- und Weitungsgefühl herbeizuführen. So war ich nicht mehr dem Schmerz ausgeliefert sondern konnte Einfluss nehmen und ihn lindern.
Im Weiteren ergaben sich über den Muskeltest weitere spannende Zusammenhänge. Dass zum Beispiel ungelöste Beziehungskonflikte Einfluss auf die Hüftbeschwerden hatten. Durch das Durcharbeiten während ein bis zwei Sitzungen veränderte sich mein Bewegungsgefühl bis hin zum Gangbild. In weiteren Sitzungen erschien es so, als würde, wenn ein Problem gelöst war, sich nach dem Zwiebelprinzip eine neues Problem zeigen. Dieses wollte durch seine Schmerzaufmerksamkeit ebenfalls gelöst werden. Phasenweise empfand ich dies als herausfordernd, dann aber wieder als erfolgreich und beglückend, wenn ich die positiven Veränderung erleben und spüren durfte.
Kinesiologie als Erfolgsstrategie
Diese Erfahrungen und meine Neugierde für alternative Heilmethoden führten letztlich dazu, dass ich mich dazu entschied die Kinesiologie-Ausbildung zu beginnen. Hier lernte und erkannte ich, dass der Mensch ein Speicher seines vergangenen Lebens ist und dass die einen „Speicherprogramme“ dem persönlichen Lebensplan förderlich sind, während die anderen „Programme“ sich diesem Plan konträr entgegenstellen und den Menschen herausfordern. Daraus entstehen Ungleichgewichte bis hin zu ernsthaften Krankheiten auf allen Ebenen. Werden sie gelöst und harmonisiert, können dadurch Beschwerden erträglich gemacht werden oder sogar ganz verschwinden.
Ich selber führe rund 10 Jahre später ein mehrheitlich beschwerdefreies Leben und nehme nur ganz vereinzelt und sehr gezielt Schmerztabletten ein (etwa 10 Tbl. pro Jahr). Ich lebe zwar mit gewissen Einschränkungen, kann einige sportliche Betätigungen nicht mehr ausführen, aber ich bin sehr dankbar für diese Erfahrungen und verspüre dadurch wieder mehr Sicherheit und Vertrauen. Regelmässige Kinesiologie-Sitzungen helfen mir diesen Zustand zu festigen und auszubauen.
Hast du ebenfalls chronische Gelenkschmerzen, unterstütze ich dich gerne mit kinesiologischen Methoden und finde gemeinsam mit dir alternative Bewältigungsstrategien heraus.
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